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Ein Blog für Frauen mit Gedanken über den Körper, den Neubeginn und das Leben zwischen Krise und neuer Kraft.
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JAHRZEHNTELANG FUNKTIONIERT – WARUM FRAUEN AB 50 PLÖTZLICH FRAGEN STELLEN DIE SIE LANGE VERDRÄNGT HABEN
Kein bestimmter Tag. Kein großer Knall oder besonderer Moment. Eher aus dem Nichts ein stiller Augenblick in dem man plötzlich denkt: Wow. Das war alles ganz schön anstrengend.
Und dann kommt oft dieser Blick von außen. Dieses schnelle Einordnen: „Ah … die Wechseljahre." Wie unfair. Als ließe sich jahrzehntelange Verantwortung, emotionale Arbeit und Dauerbelastung einfach hormonell abtun.
Viele Frauen um die 50 blicken auf lange Jahre zurück in denen sie unglaublich viel geschultert haben. Nicht punktuell. Nicht vorübergehend. Sondern dauerhaft.
Kinder großgezogen. Den Familienalltag zusammengehalten. Termine, Schule, Sorgen, Gespräche, Verantwortung. Parallel ein Job – oft mit hohem Pflichtgefühl und Verlässlichkeit. Dazu vielleicht Ehrenamt, soziale Aufgaben, Freundschaften. Ein Zuhause das organisiert und gelebt wurde. Beziehungen die gepflegt wurden.
Und immer wieder diese leise nie ganz ausgesprochene Frage: Wie halte ich eigentlich alles zusammen? Warum hängt das alles nur an mir?
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut – nicht nur aus dem Alltag sondern auch aus einer Zeit in der mein Körper mir gezeigt hat dass so nicht weitergehen kann. Wie eine schwere Erkrankung mich zu mir selbst gebracht hat habe ich hier beschrieben: [→ Interner Link: Wenn das Leben dich ausbremst – wie eine schwere Erkrankung mich zu mir selbst gebracht hat]
Man funktioniert – und merkt erst später was das gekostet hat
Viele Jahre läuft das fast automatisch. Man macht. Man organisiert. Man hält aus. Man passt sich an. Man sagt sich: Das ist halt diese Lebensphase. Das gehört dazu. Andere schaffen das ja auch.
Und zwischendurch denkt man immer wieder: Noch das – und dann wird es bestimmt leichter. Noch dieser eine Kraftakt.
Es wird nicht leichter – es wird nur anders
Die Kinder werden größer ja. Aber damit wird es nicht automatisch ruhiger. Stattdessen kommen neue Themen. Neue Sorgen. Andere Verantwortlichkeiten.
Ich dachte lange: Wenn die Kinder erstmal größer sind dann kommt wieder meine Zeit.
Und dann werden plötzlich die eigenen Eltern alt. Brauchen Unterstützung. Geduld. Organisation. Emotionale Kraft. Und wieder Zeit.
Wie sich dieses Gefühl zwischen zwei Generationen eingeklemmt zu sein anfühlt habe ich hier ehrlich beschrieben: [→ Interner Link: Die Sandwich-Generation – wenn du gleichzeitig für Kinder und Eltern da bist]
Die Partnerschaft verändert sich. Nicht dramatisch. Nicht unbedingt schlecht. Aber spürbar.
Und irgendwo dazwischen steht man selbst und merkt: Ich bin müde. Nicht nur körperlich. Auch im Kopf. Und ich vermisse mein junges Ich.
Warum viele Frauen in der Lebensmitte plötzlich aufwachen
Rückblickend stellen viele Frauen fest dass sie lange für ein Modell gelebt haben das stark von Anpassung geprägt war. Aus dem Wunsch nach Familie wurde im Hintergrund so viel mehr: Keinen Stress machen. Nicht egoistisch sein. Konflikte vermeiden. Harmonie herstellen. Die Bedürfnisse der anderen vor den eigenen bedienen.
Und ja – vieles hat funktioniert. Die Familie lief. Job und Sozialleben auch. Eigentlich ist doch alles gut.
Und trotzdem bleibt dieses leise Gefühl: Und wo war ich eigentlich? Oder vielleicht noch ehrlicher: Was hätte sonst noch alles aus mir werden können?
Diese bleierne Erschöpfung die entsteht wenn man jahrelang für alle da ist ohne wirklich für sich selbst da zu sein – die kenne ich sehr gut. Was wirklich dahintersteckt habe ich hier beschrieben: Warum Frauen ab 50 ständig müde sind
Die Fragen die sich nicht mehr wegdrücken lassen
Mit 50 sind bei mir Fragen aufgetaucht die sich nicht mehr wegdrücken ließen. Sie kamen immer wieder.
Zu wie viel Anpassung bin ich noch bereit? Was will ich eigentlich noch? Wie möchte ich leben? Welche Nähe, welche Freiheit brauche ich in meiner Partnerschaft?
Nicht aus Egoismus. Sondern weil es plötzlich so klar vor mir lag. Nach all den Jahren des Funktionierens war deutlich: So wie bisher muss es nicht einfach weitergehen wenn es zu viel Tribut von mir fordert.
Kein Zusammenbruch, kein Aufgeben, kein Scheitern – einfach ein Überlegen. Und ein Moment der Erkenntnis.
Die Erkenntnis dass das Leben nicht mehr nur aus Pflichten bestehen soll. Dass Konflikte nicht immer vermieden werden müssen. Und dass die eigene Stimme wieder Gewicht bekommen darf.
Ein Buch das mich in dieser Phase sehr begleitet hat ist "Ikigai – die japanische Lebenskunst" – es hat mir geholfen die Frage neu zu stellen. Nicht "Was muss ich noch leisten?" sondern "Was bin ich wirklich und was brauche ich?"
Warum rechtfertigen wir uns eigentlich noch?
Ich kenne nicht wenige Frauen, die sich ihrem Partner im Alltag ganz selbstverständlich unterordnen – oft leise, oft unbewusst. Die sich erklären oder rechtfertigen wenn sie etwas ohne ihn tun.
Und ich frage mich: Was ist das eigentlich? Wir waren doch alle einmal selbstständig. Unabhängig. Entscheidungsfähig. Warum gibt man das in der Ehe so oft ab?
Ich habe mich gern und mit Hingabe für meine Familie zurückgenommen. Aber jetzt, wo wir alle in eine neue Phase eintreten, erlaube ich mir wieder etwas egoistischer zu sein. Dinge zu tun, die vielleicht nur ich richtig finde.
Es muss ja nicht alles umgeworfen werden. Nicht jede Beziehung infrage gestellt. Nicht jeder Weg neu geplant. Vieles ist ja auch gut und richtig wie es ist. Aber ich finde es darf neu sortiert werden. Neu entschieden – Schritt für Schritt.
Und wie dieser Schritt für Schritt im Alltag konkret aussehen kann habe ich hier beschrieben: Neuorientierung mit 50 – 7 praktische Schritte für mehr Stabilität
Und ist es nicht legitim sich zu fragen: Was brauche ich? Was tut mir gut? Und wie möchte ich meine zweite Lebenshälfte gestalten?
Das ist kein Affront gegen andere. Und auch kein Angriff auf Familie oder Partnerschaft.
Das ist einfach nur für mich selbst. 💛
Und wenn du gerade an genau diesem Punkt stehst – zwischen allem was funktioniert und dem leisen Gefühl dass da noch mehr sein sollte – dann empfehle ich dir dieses Journal. Nicht als Tagebuch, sondern als ehrlichen Spiegel. Jeden Abend drei Sätze. Was war heute gut. Was hat mich belastet. Was möchte ich anders.
Manchmal beginnt Veränderung genau dort. Im Kleinen. Im Stillen. Nur für dich.
Kennst du dieses Gefühl – diese leise Frage nach dir selbst die sich nicht mehr wegdrücken lässt?
Schreib mir gerne in die Kommentare. Ich lese jeden einzelnen und antworte auch. Denn über diese Seite des Frauenlebens wird viel zu wenig gesprochen. 💛
Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Produkten auf Amazon. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du meinen Blog mit einer kleinen Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Ich empfehle ausschließlich Produkte die ich selbst kenne und für gut befinde.
Kein bestimmter Tag. Kein großer Knall oder besonderer Moment. Eher aus dem Nichts ein stiller Augenblick in dem man plötzlich denkt: Wow. Das war alles ganz schön anstrengend.
Und dann kommt oft dieser Blick von außen. Dieses schnelle Einordnen: „Ah … die Wechseljahre." Wie unfair. Als ließe sich jahrzehntelange Verantwortung, emotionale Arbeit und Dauerbelastung einfach hormonell abtun.
Viele Frauen um die 50 blicken auf lange Jahre zurück in denen sie unglaublich viel geschultert haben. Nicht punktuell. Nicht vorübergehend. Sondern dauerhaft.
Kinder großgezogen. Den Familienalltag zusammengehalten. Termine, Schule, Sorgen, Gespräche, Verantwortung. Parallel ein Job – oft mit hohem Pflichtgefühl und Verlässlichkeit. Dazu vielleicht Ehrenamt, soziale Aufgaben, Freundschaften. Ein Zuhause das organisiert und gelebt wurde. Beziehungen die gepflegt wurden.
Und immer wieder diese leise nie ganz ausgesprochene Frage: Wie halte ich eigentlich alles zusammen? Warum hängt das alles nur an mir?
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut – nicht nur aus dem Alltag sondern auch aus einer Zeit in der mein Körper mir gezeigt hat dass so nicht weitergehen kann. Wie eine schwere Erkrankung mich zu mir selbst gebracht hat habe ich hier beschrieben: [→ Interner Link: Wenn das Leben dich ausbremst – wie eine schwere Erkrankung mich zu mir selbst gebracht hat]
Man funktioniert – und merkt erst später was das gekostet hat
Viele Jahre läuft das fast automatisch. Man macht. Man organisiert. Man hält aus. Man passt sich an. Man sagt sich: Das ist halt diese Lebensphase. Das gehört dazu. Andere schaffen das ja auch.
Und zwischendurch denkt man immer wieder: Noch das – und dann wird es bestimmt leichter. Noch dieser eine Kraftakt.
Es wird nicht leichter – es wird nur anders
Die Kinder werden größer ja. Aber damit wird es nicht automatisch ruhiger. Stattdessen kommen neue Themen. Neue Sorgen. Andere Verantwortlichkeiten.
Ich dachte lange: Wenn die Kinder erstmal größer sind dann kommt wieder meine Zeit.
Und dann werden plötzlich die eigenen Eltern alt. Brauchen Unterstützung. Geduld. Organisation. Emotionale Kraft. Und wieder Zeit.
Wie sich dieses Gefühl zwischen zwei Generationen eingeklemmt zu sein anfühlt habe ich hier ehrlich beschrieben: [→ Interner Link: Die Sandwich-Generation – wenn du gleichzeitig für Kinder und Eltern da bist]
Die Partnerschaft verändert sich. Nicht dramatisch. Nicht unbedingt schlecht. Aber spürbar.
Und irgendwo dazwischen steht man selbst und merkt: Ich bin müde. Nicht nur körperlich. Auch im Kopf. Und ich vermisse mein junges Ich.
Warum viele Frauen in der Lebensmitte plötzlich aufwachen
Rückblickend stellen viele Frauen fest dass sie lange für ein Modell gelebt haben das stark von Anpassung geprägt war. Aus dem Wunsch nach Familie wurde im Hintergrund so viel mehr: Keinen Stress machen. Nicht egoistisch sein. Konflikte vermeiden. Harmonie herstellen. Die Bedürfnisse der anderen vor den eigenen bedienen.
Und ja – vieles hat funktioniert. Die Familie lief. Job und Sozialleben auch. Eigentlich ist doch alles gut.
Und trotzdem bleibt dieses leise Gefühl: Und wo war ich eigentlich? Oder vielleicht noch ehrlicher: Was hätte sonst noch alles aus mir werden können?
Diese bleierne Erschöpfung die entsteht wenn man jahrelang für alle da ist ohne wirklich für sich selbst da zu sein – die kenne ich sehr gut. Was wirklich dahintersteckt habe ich hier beschrieben: Warum Frauen ab 50 ständig müde sind
Die Fragen die sich nicht mehr wegdrücken lassen
Mit 50 sind bei mir Fragen aufgetaucht die sich nicht mehr wegdrücken ließen. Sie kamen immer wieder.
Zu wie viel Anpassung bin ich noch bereit? Was will ich eigentlich noch? Wie möchte ich leben? Welche Nähe, welche Freiheit brauche ich in meiner Partnerschaft?
Nicht aus Egoismus. Sondern weil es plötzlich so klar vor mir lag. Nach all den Jahren des Funktionierens war deutlich: So wie bisher muss es nicht einfach weitergehen wenn es zu viel Tribut von mir fordert.
Kein Zusammenbruch, kein Aufgeben, kein Scheitern – einfach ein Überlegen. Und ein Moment der Erkenntnis.
Die Erkenntnis dass das Leben nicht mehr nur aus Pflichten bestehen soll. Dass Konflikte nicht immer vermieden werden müssen. Und dass die eigene Stimme wieder Gewicht bekommen darf.
Ein Buch das mich in dieser Phase sehr begleitet hat ist "Ikigai – die japanische Lebenskunst" – es hat mir geholfen die Frage neu zu stellen. Nicht "Was muss ich noch leisten?" sondern "Was bin ich wirklich und was brauche ich?"
Warum rechtfertigen wir uns eigentlich noch?
Ich kenne nicht wenige Frauen, die sich ihrem Partner im Alltag ganz selbstverständlich unterordnen – oft leise, oft unbewusst. Die sich erklären oder rechtfertigen wenn sie etwas ohne ihn tun.
Und ich frage mich: Was ist das eigentlich? Wir waren doch alle einmal selbstständig. Unabhängig. Entscheidungsfähig. Warum gibt man das in der Ehe so oft ab?
Ich habe mich gern und mit Hingabe für meine Familie zurückgenommen. Aber jetzt, wo wir alle in eine neue Phase eintreten, erlaube ich mir wieder etwas egoistischer zu sein. Dinge zu tun, die vielleicht nur ich richtig finde.
Es muss ja nicht alles umgeworfen werden. Nicht jede Beziehung infrage gestellt. Nicht jeder Weg neu geplant. Vieles ist ja auch gut und richtig wie es ist. Aber ich finde es darf neu sortiert werden. Neu entschieden – Schritt für Schritt.
Und wie dieser Schritt für Schritt im Alltag konkret aussehen kann habe ich hier beschrieben: Neuorientierung mit 50 – 7 praktische Schritte für mehr Stabilität
Und ist es nicht legitim sich zu fragen: Was brauche ich? Was tut mir gut? Und wie möchte ich meine zweite Lebenshälfte gestalten?
Das ist kein Affront gegen andere. Und auch kein Angriff auf Familie oder Partnerschaft.
Das ist einfach nur für mich selbst. 💛
Und wenn du gerade an genau diesem Punkt stehst – zwischen allem was funktioniert und dem leisen Gefühl dass da noch mehr sein sollte – dann empfehle ich dir dieses Journal. Nicht als Tagebuch, sondern als ehrlichen Spiegel. Jeden Abend drei Sätze. Was war heute gut. Was hat mich belastet. Was möchte ich anders.
Manchmal beginnt Veränderung genau dort. Im Kleinen. Im Stillen. Nur für dich.
Kennst du dieses Gefühl – diese leise Frage nach dir selbst die sich nicht mehr wegdrücken lässt?
Schreib mir gerne in die Kommentare. Ich lese jeden einzelnen und antworte auch. Denn über diese Seite des Frauenlebens wird viel zu wenig gesprochen. 💛
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