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ALLTAG NACH DARMKREBS – WIE ICH SCHRITT FÜR SCHRITT MEINE ROUTINEN NEU AUFGEBAUT HABE

Es gibt diesen Moment nach der Darmkrebs-Behandlung, in dem alles wieder „normal" sein sollte. Die Bestrahlung ist vorbei, die OP überstanden. Das Stoma zurückverlegt. Die Nachsorgetermine werden weniger. Von außen sieht es so aus, als würdest du einfach wieder zurückkehren. Aber innen fühlt es sich anders an. Unsortiert. Langsamer. Unsicher. Ich kenne dieses Gefühl – ich habe es selbst erlebt.  Damals habe ich angefangen, jeden Abend drei Sätze aufzuschreiben – was heute okay war, was schwer war, was ich morgen schaffe.  Dieses Tagebuch  liegt seitdem auf meinem Nachttisch. Nicht als Aufgabe. Sondern als kleiner Anker.  Und genau deshalb schreibe ich heute darüber. Nicht über die Krankheit selbst. Sondern über das, worüber kaum jemand spricht: den Weg zurück in den Alltag nach Darmkrebs. Den Anker der uns hilft. Warum Routinen nach Darmkrebs so schwer sind Nach einer Darmkrebs-Erkrankung bist du nicht einfach die Person von vorher. Dein Körper hat Grenzen kenn...

Warum du dich mit 50 ständig erschöpft fühlst – und was deinem Körper wirklich hilft


Es gibt diesen Moment, den viele Frauen kennen, aber oft nicht laut aussprechen:

Du wachst morgens auf und bist schon müde.

Nicht die normale Müdigkeit, die nach einem Kaffee verschwindet.

Sondern eine, die tiefer sitzt. Eine, die bleibt.


Du funktionierst.

Du erledigst.

Du hältst alles am Laufen.


Aber irgendwo auf diesem Weg ist etwas leiser geworden: Deine Energie.

Vielleicht fragst du dich: War ich schon immer so? Oder ist das einfach das Alter?

Und dann kommt oft noch dieser Gedanke: „Ich dürfte mich doch gar nicht so fühlen, sooo alt bin ich doch noch gar nicht"


Wenn Erschöpfung nicht mehr weggeht

Viele Jahre lang war dein Leben voll. Du wurdest gebraucht. Der Alltag war dicht.

Und dann verändert sich etwas.


Die Kinder werden größer.

Die Rollen verschieben sich.

Das Außen wird ruhiger.


Aber innen? Da entsteht oft eine neue Form von Belastung. Und manchmal kommt noch etwas dazu:


Eine Erkrankung.

Ein Einschnitt.

Ein Körper, der sich plötzlich meldet.


Nicht laut. Aber deutlich genug, dass man ihn nicht mehr übergehen kann.


Ich habe lange gedacht, ich müsste einfach nur mehr machen


Mehr Disziplin.

Mehr Struktur.

Mehr Durchhalten.


Aber mein Körper hatte irgendwann eine andere Antwort.

Und sie war sehr klar: So funktioniert es nicht mehr.


Der Wendepunkt: Nicht mehr optimieren – sondern auswählen

Irgendwann habe ich verstanden: Ich schaffe es nicht - ich schaffe nicht alles!

Nicht den Alltag und die Bedürfnisse meiner Familie am Laufen halten UND

  • perfekt essen
  • regelmäßig Sport machen
  • genug schlafen
  • keine Bildschirmzeit haben
  • 10.000 Schritte haben
  • und und und 
eben alles was wir Frauen um die 50 heute offenbar alle ganz selbstverständlich und locker in unseren Alltag einbauen  - und gleichzeitig funktionieren.


Das ist die Realität. Und ehrlich gesagt:

Seit ich aufgehört habe, alles gleichzeitig optimieren zu wollen,

geht es mir deutlich besser.


Heute denke ich eher so:

Eine Sache schaffe ich. Und wenn ich noch eine zweite schaffe, super. Und das reicht dann für heute.


Und dann passiert noch etwas, womit ich nicht gerechnet habe

Als ich angefangen habe, Dinge anders zu machen, hat das nicht nur mich verändert.

Sondern interessanterweise auch mein Umfeld.

Ich war immerhin lange die, die immer verfügbar war.

Immer erreichbar.

Immer bereit zu helfen.

Immer die, die „das schon macht“.


Und plötzlich sage ich Dinge wie:

„Ich mache das später.“

„Heute nicht.“

„Vielleicht kann das jemand anders übernehmen.“

Und ja: Das irritiert. Menschen im eigenen Umfeld sind es gewohnt, wie man funktioniert. Und wenn du dich veränderst, passt das erstmal nicht mehr in dieses Bild oder besser gesagt ins System.


Aber ich habe gemerkt: Es geht gar nicht darum, dass sie es schlecht finden. Das ist okay.

Für mich geht es darum, trotzdem ihrem Blick standzuhalten und abzuwarten, dass sie sich neu orientieren müssen, ohne dass ich einknicke.

So wie ich auch. Ich musste mich auch erst mit meiner neuen "Art" anfreunden, schließlich war ich früher "nicht so". Und ganz ehrlich: Das auszuhalten, war nicht leicht. Aber ziemlich notwendig.

Denn meine Energie ist nicht unendlich.

Und sie ist auch nicht selbstverständlich.


Was mir wirklich geholfen hat waren 


Keine großen Programme.

Keine radikalen Veränderungen.

Sondern Dinge, die in mein reales Leben passen.


1. Ein ruhiger Start in den Tag 


Früher war mein Morgen schnell. Heute ist er bewusster und oft sind es einfach Haferflocken. Warm, weich, unkompliziert. 

In meinem Flocken-Guide habe ich über die beliebtesten Flocken und ihre Eigenschaften geschrieben. Ich nutze einfache Haferflocken wie diese. Nichts Besonderes, aber genau das ist es.

2. Die Pause, die man sich nicht erlaubt

Der Mittagsschlaf hat ein Imageproblem. 

Oder überhaupt: eine Pause mitten am Tag hat ein Imageproblem. Bei den Südländern gehört es zur Lebensart, bei uns steht man damit irgendwie sofort im Verdacht, faul zu sein.

Aber ich, und vorallem mein Körper sieht das anders. Es gibt Tage, da lege ich mich 15–20 Minuten hin. Einfach so. Und danach ist etwas anders:

Ich bin klarer.

Ruhiger.

Wieder da.

Diese kleine Pause verändert oft mehr als noch ein Kaffee oder noch ein „Ich ziehe jetzt durch“.


3. Unterstützung für den Körper – die „heiße 7“


Erst war ich skeptisch, heute bin ich begeistert. So einfach und klar.

Die sogenannte „heiße Sieben“ (Schüßler Salz Nr. 7) wird oft genutzt, um innere Unruhe und Erschöpfung zu begleiten.

Das Prinzip: Magnesium in gut verfügbarer Form

kann entspannend auf Muskeln und Nervensystem wirken und abends den Schlaf begünstigen. Und ich kann für mich sagen: Es funktioniert.

Die Zubereitung ist simpel:

  • ca. 10 Tabletten
  • in heißem Wasser auflösen
  • langsam trinken

Am besten am Abend.

Ich sehe das nicht als Wundermittel, aber als kleine Unterstützung, die sich gut in meinen Alltag einfügt. Ich benutze gern diese hier


4. Energie entsteht nicht durch Druck


Ich dachte lange: Mehr machen = mehr Energie. Aber: Mehr Druck erzeugt auch mehr Druck.

Deshalb heute: Weniger Druck = mehr Energie


5. Kleine Rituale statt große Vorsätze


Ich habe mein Leben nicht komplett umgestellt. Aber ich habe angefangen, kleine Dinge ernst zu nehmen:

  • morgens bewusst starten
  • mittags eine Pause zulassen
  • auch mal Nein sagen
  • meinem Körper zuhören
  • und auch mal nur an mich zu denken


Ganz sicher ist nichts falsch mit dir

Und Du bist auch nicht zu wenig von irgendwas. Vielleicht bist du nur einfach an einem Punkt angekommen, an dem dein Leben sich gerade etwas verändert und das ist legitim.

Und vielleicht geht es jetzt auch darum, nicht immer für alle und alles verfügbar zu sein.

Sondern wieder ein Stück bei dir anzukommen.


Der nächste Schritt


Man muss nicht gleich das ganze Leben umkrempeln um etwas zu verändern. Mit einer Sache zu starten reicht oft schon.

Und vielleicht ist es heute genau das: dir zu erlauben, nicht mehr auf alles sofort zu reagieren

Und wenn du magst, schau dir auch meinen Artikel an Traurigkeit ohne Grund


Erschöpfung ist kein Zeichen von Schwäche.

Manchmal ist sie nur ein Signal des Körpers, dass sich etwas neu sortiert.

Und vielleicht beginnt genau hier dein anderer Umgang mit dir selbst.


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